Gefahrstoff-Quiz für den Unterricht
Sicher mit Gefahrstoffen umgehen: Dieses Gefahrstoff-Quiz für den Chemieunterricht ist lehrreich und macht Spaß.
Autor/in: Isabel Ehrlich (Raufeld Medien)
Datum: 24.08.2026
Experimente im Chemieunterricht sind für den Lernerfolg unabdingbar. Doch neben den Lehrkräften muss auch die Schülerschaft für Risiken im Umgang mit Gefahrstoffen, Bunsenbrenner und Co. sensibilisiert werden. Mit diesem Gefahrstoffquiz können Lehrkräfte spielerisch auf das Thema vorbereiten.
Die Antworten sowie Erläuterungen, um das jeweilige Thema zu vertiefen, finden Sie unter jeder Frage – mit einem Klick auf das kleine + öffnet sich das Infofeld.
Und wer möchte, kann das Quiz auch ausdrucken, verteilen und die Antworten anschließend mit der Klasse besprechen. Das entsprechende PDF finden Sie ebenfalls unten auf der Seite.
Viel Spaß!
Frage 1: Was bedeutet die Bezeichnung „Gefahrstoff“?
- Stoffe, Gemische oder Erzeugnisse mit gefährlichen Eigenschaften. Sie können Schäden bei Mensch und Umwelt verursachen, entzündbar oder explosionsgefährlich sein.
- Ein umgangssprachlicher Begriff für alle Textilien, in denen sich z.B. chemische Rückstände befinden
- Stoffe, Gemische oder Erzeugnisse, die die Haut bei Kontakt verfärben.
Antwort: 1a
Erläuterung: Zu Gefahrstoffen zählen Chemikalien – daher werden sie teilweise auch im Chemieunterricht verwendet – aber auch Holzstaub, Ottokraftstoff, Dieselmotoremissionen, Schweißrauche, Ozon, Narkosegase usw. Je nach Stoff können sie beim Menschen zu Vergiftungen, Verätzungen oder Verbrennungen führen und krebserzeugend sein.
Frage 2: Was bedeutet dieses Gefahrstoffsymbol?

- Hände desinfizieren
- Ätzend
- Entzündbar
Antwort: 2b
Erläuterung: Dieses Symbol bzw. Piktogramm bedeutet „Ätzend“, sprich, bei Hautkontakt kann der Gefahrstoff, vor dem hier gewarnt wird, Verätzungen auslösen. Dazu zählen vor allem ätzende Säuren und Laugen.
Frage 3: Was muss in jedem Chemieraum vorhanden sein? (Mehrfachantworten möglich)
- Feuerlöscher
- Augennotduschen
- Abzüge
- Internetzugang
Antwort: 3a, b, c
Erläuterung: In einem Chemieraum in der Schule müssen Feuerlöscher (um Brände zu löschen), Augennotduschen (um die Augen nach Kontakt mit Spritzern von Flüssigkeiten oder Stäuben zu spülen) und Abzüge (um schädliche Gase, Staub oder Rauch abzusaugen und vor spritzenden oder gefährlichen Stoffen zu schützen) vorhanden sein. Weitere Sicherheitsvorkehrungen sind Notrufmeldeeinrichtungen wie ein Notruftelefon und ein Notrufverzeichnis.
Frage 4: Was bedeutet dieses Gefahrstoffsymbol?

- Vorsicht, Gas!
- Gesundheitsgefährdend
- Explosionsgefahr
Antwort: 4b
Erläuterung: Dieses Symbol bzw. Piktogramm bedeutet: „Gesundheitsgefährdend!“ Kontakt zu Stoffen mit diesem Symbol muss also unbedingt vermieden werden, denn sie können z.B. akut toxisch, hautreizend, schwer augenreizend oder atemwegsreizend sein.
Frage 5: Falls es im Chemieunterricht zu einem Brand kommen sollte: Welche Stoffe oder Gegenstände dürfen auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden? (Mehrfachantworten möglich)
- Fett- und Ölbrände
- Lösungsmittel wie Benzin oder Ether
- Papier und Verpackungsmaterial
- Brände an elektrischen Anlagen
Antwort: 5a, b, d
Erläuterung: Fett- und Ölbrände, Brände an Lösungsmitteln und an elektrischen Anlagen dürfen auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden. Warum?
Treffen brennendes Fett und Öl auf Wasser, verdampft das Wasser schlagartig, außerdem kann eine Stichflamme bzw. ein Feuerball entstehen, weil der Wasserdampf das brennende Fett mitreißt und verteilt. Stattdessen muss der Brand abgedeckt werden, z.B. mit einer Löschdecke, oder mit einem speziellen Feuerlöscher gelöscht werden.
Bei brennenden Lösungsmitteln wie Benzin oder Ether gilt ebenfalls: Treffen sie auf Wasser, verdampft dieses schlagartig. Zudem sind Lösungsmittel leichter als Wasser, schwimmen also oben und brennen einfach weiter, während das Löschwasser absinkt und den Brand nur weiter verteilt. Zum Löschen braucht es spezielle Feuerlöscher (z.B. mit CO2).
Brennt es an einer elektrischen Anlage, darf ebenfalls auf keinen Fall Wasser zum Löschen eingesetzt werden – denn Wasser leitet Strom. Daher kann beim Löschen eine „Brücke“ zwischen Brandherd und löschender Person entstehen, die dann ein lebensgefährlicher Stromschlag treffen kann. Wichtig bei einem Brand an elektrischen Anlagen: Sofort Strom abschalten! Gelöscht wird mit speziellen Feuerlöschern.
Weitere Brände, die nicht mit Wasser gelöscht werden dürfen: Metallbrände mit Magnesium, Aluminium und Lithium, Wachsbrände.
Das Gefahrstoff-Quiz als PDF
Das Gefahrstoff-Quiz für den Chemieunterricht können Sie hier als PDF herunterladen!
Zum Weiterlesen:
Weitere Impulse und Vorgaben für den Chemieunterricht finden Sie in dieser Unterrichtseinheit für das sichere Experimentieren.