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Sicher experimentieren im Chemieunterricht

Unterstützungsmaterialien für einen sicheren und praxisnahen Experimentalunterricht in Chemie mit Beispielen, Tipps für die Gefährdungsbeurteilung und Differenzierungsmöglichkeiten.

Autor/in: Isabel Ehrlich (Raufeld Medien)

Datum: 29.05.2026

Sicher experimentieren im Chemieunterricht
© Getty Images/ SolStock

Experimente im Chemieunterricht sind für die Schülerinnen und Schüler besonders spannend und auch pädagogisch sehr wertvoll. Gleichzeitig stellt das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen besondere Anforderungen an Sicherheit, Organisation und Methodik.

Das Unterrichtsmaterial „Gemeinsames Lernen im Chemieunterricht der Sekundarstufe I – Unterstützungsmaterialien für den Experimentalunterricht“ hilft Lehrkräften der Sekundarstufe I dabei, Experimentalunterricht sicher und differenziert zu gestalten. Es bietet rechtliche Orientierung, konkrete Handlungshilfen zur Gefährdungsbeurteilung sowie zahlreiche erprobte Experimente und Unterrichtsbeispiele für unterschiedliche Lernvoraussetzungen.

Für wen eignet sich das Material zur Sicherheit im Chemieunterricht?

Das Unterrichtsmaterial richtet sich an Chemielehrkräfte der Sekundarstufe I, Lehrkräfte im Gemeinsamen Lernen, sonderpädagogische Fachkräfte sowie Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter.

Was sind die Ziele und zentralen Inhalte des Unterrichtsmaterials?

Das Material unterstützt Lehrkräfte bei den folgenden Aspekten:

  • Experimente sicher und verantwortungsvoll durchzuführen
  • alle Lernenden einzubeziehen
  • Gefährdungen realistisch einzuschätzen und zu minimieren
  • Gefährdungsbeurteilung fachlich korrekt zu erstellen
  • Unterricht differenziert und praxisnah zu gestalten
  • Sicherheit und Erkenntnisgewinn in Einklang zu bringen

Außerdem vermittelt die Publikation zentrale rechtliche und organisatorische Grundlagen für den Chemieunterricht in heterogenen Lerngruppen. Sie zeigt, wie Unterricht mit Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf sicher gestaltet werden kann und erläutert unter anderem die Rolle von Schulbegleitungen.

Welche Gefährdungen gibt es im Chemieunterricht?

Lehrkräfte müssen dafür Sorge tragen, dass sich Schülerinnen und Schüler im Chemieunterricht nicht verletzen. Die möglichen Gefährdungen sind dabei sehr vielfältig. Das Unterrichtsmaterial thematisiert zunächst die Risiken, die sich aus den unterschiedlichen Fähigkeiten und Erfahrungen der Schülerschaft ergeben können. So wirken sich etwa eine geringe Aufmerksamkeitsspanne, Kommunikationsschwierigkeiten, motorische Beeinträchtigungen oder besondere Schreckhaftigkeit auf die Gefährdungspotenziale beim Experimentieren aus.

Des Weiteren gibt es eine Reihe von Risiken, die sich durch den Umgang mit Arbeitsmaterialien und (Gefahr-)stoffen ergeben können. Dazu zählen:

  • Verbrennungs-, Schnitt‑ und Verbrühungsgefahren
  • Umgang mit Glasgeräten und Chemikalien
  • fehlende Schutzausrüstung
  • Siedeverzüge, heiße Medien, Platzmangel

Welche Rolle spielt die Gefährdungsbeurteilung für Sicherheit im Chemieunterricht?

Bei der Gefährdungsbeurteilung werden alle potenziellen Gefährdungen ermittelt, denen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Unterricht ausgesetzt sind. Das Unterrichtsmaterial liefert praxisnahe Hinweise, wie die systematische Gefährdungsermittlung gelingt, wie Schutzmaßnahmen nach dem TOP-Prinzip abgeleitet werden, was beim Umgang mit Gefahrstoffen zu beachten ist und wie die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung gemäß Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) durchgeführt wird. Zur Unterstützung stehen Musterformulare zur Verfügung, die direkt im Unterricht eingesetzt werden können.

Welche Versuche im Chemieunterricht haben sich bewährt?

Für die praktische Umsetzung des Expertimentalunterrichts liefert die Publikation erprobte Versuchsbeispiele. Dazu gehören:

  • die Untersuchung der Brenner‑ und Kerzenflamme
  • Erhitzen von Wasser und Zucker
  • Rotkohl als Indikator
  • Destillation und Extraktion
  • Nachweise von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid
  • Gesetz der Erhaltung der Masse

Zu den Beispielversuchen liefert das Material auch die notwenigen Sicherheitshinweise und Beispiele für die angepasste Durchführung.

Welche Methoden gibt es für sicheren Chemieunterricht?

Lehrkräfte erfahren außerdem, welche Methodik und welche Sozialformen sich anbieten, um Experimente sicher durchzuführen. Zunächst wird unterschieden zwischen Lehrkraft-, Schüler- und Demonstrationsexperimenten. Die Lehrkraft kann auch Partner- oder Gruppenarbeit, eine bestimmte Rollenverteilung, Buddy- und Lernpaten-Modelle oder Stationenlernen vorgeben. Im Unterrichtsmaterial erfahren sie, welchen Einfluss das auf das Gefährdungspotenzial hat.

Das Material schließt mit zwei Beispielen für Unterrichtsvorhaben ab, die als Stationenlernen konzipiert sind. Die einzelnen Stationen werden Schritt für Schritt erläutert.

Hier finden Sie das Unterrichtsmaterial zum Download:

„Gemeinsames Lernen im Chemieunterricht der Sekundarstufe 1 – Unterstützungsmaterialien für den Experimentalunterricht“

Zum Weiterlesen:

Hier finden Sie weiteres Unterrichtsmaterial zu verschiedenen Themen.













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