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Eine neue App unterstützt die Medienkompetenz in der Schule

Digitale Medien sind für viele Schülerinnen und Schüler liebgewonnene, konstante Begleiter. Umso wichtiger ist es, einen gesunden Umgang damit zu pflegen und Medienkompetenz auch in der Schule zu fördern. Dabei hilft die neue App „freii“.

Autor/in: Isabel Ehrlich

Datum: 15.04.2026

Eine neue App unterstützt die Medienkompetenz in der Schule
Zentral für die Medienkompetenz ist der Austausch darüber. Diesen fördert das freii-Programm. © Getty Images/ EMS Forster Productions

Noch schnell die neue Story der Freundin auf Instagram checken, ein YouTube-Video schauen oder ein Online-Game zocken: Digitale Medien sind bei vielen Schülerinnen und Schülern omnipräsent – sowohl privat als auch in der Schule. Der ständige Blick aufs Smartphone ist für viele Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte aber nicht nur ein Ärgernis, sondern bereit ihnen auch Sorgen. Wie viel ist zu viel, was macht der ständige Medienkonsum mit den Kindern und Jugendlichen?

Medienkonsum von Jugendlichen ist oft riskant

Aktuelle Zahlen machen klar, dass Handlungsbedarf besteht. So ergab etwa die Studie „Zwischen Bildschirmzeit und Selbstregulation“ im Auftrag der Vodafone Stiftung, dass 69 Prozent der befragten Jugendlichen soziale Medien mehr als zwei Stunden täglich nutzen, über 27 Prozent sogar mindestens fünf Stunden pro Tag. 61 Prozent gaben an, dass sie das Gefühl haben, andere Aufgaben dadurch zu vernachlässigen.

Die Bausteine des „freii“-Programms für gesunde Mediennutzung

Medienkompetenz in der Schule zu fördern und einen Beitrag zur Prävention von Mediensucht zu leisten, scheint somit unverzichtbar. Das Programm „freii“ der Villa Schöpflin setzt nicht auf Verbote, sondern will sich vielmehr digitale Tools zunutze machen, um die Medienkompetenz zu fördern – und das explizit auch an Schulen. Das 21-Tage-Programm umfasst:

  • eine App
  • Online-Wissenskanäle
  • Fachkräfteschulungen
  • Schulworkshops

„freii“ richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren, an Erziehungsberechtigte sowie an Lehrkräfte.  Ziel ist es, Risikofaktoren wie psychische Belastung und mediale Überforderung frühzeitig zu erkennen und Schutzfaktoren zu erarbeiten.

Die kostenfrei verfügbare App begleitet die Nutzenden im Alltag. Vier jugendliche „Guides“ führen durch Aufgaben, Challenges und Quiz-Elemente. Zentral ist dabei der Austausch zwischen Erwachsenen und Jugendlichen, deswegen fordern die Aufgaben etwa dazu auf, Regeln für den Medienkonsum gemeinsam zu diskutieren oder sich gegenseitig die Lieblings-Apps vorzustellen.

Prävention von Mediensucht an der Schule umsetzen

Die Schulworkshops im Rahmen des Programms bieten einen Ansatzpunkt, Medienkompetenz auch im Unterricht zu thematisieren. Sie werden von Fachkräften aus Schulsozialarbeit und Suchtprävention durchgeführt. Ein Einstiegsworkshop führt in die Inhalte ein, anschließend folgt die 21‑tägige App‑Phase. In einem Abschlussworkshop werden Erfahrungen und Inhalte reflektiert. Auch hier ist der Dialog zwischen Lehrkräften und Schülerschaft ein zentraler Baustein, um einander zu verstehen und Risiken gemeinsam zu erkennen.

Zum Weiterlesen

Die freii-App der Villa Schöpflin und alle Infos zum Programm gibt es auf der freii-Webseite.

 

Infos zu den freii-Schulworkshops gibt es hier.

 

Im pluspunkt haben wir über die Vodafone-Studie zur Nutzung sozialer Medien berichtet.

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